Die Regierung will die Förderregelung für Weiterbildungen verbessern (STAP steht für „STimulering ArbeidsmarktPositie“). Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten Schreiben der Minister für Soziales und für Bildung.
In unserem Artikel beschreiben wir die STAP-Regelung Zuschuss zu den Studienkosten (STAP).Die Regelung ist am 1. März 2022 in Kraft getreten und wird seitdem rege in Anspruch genommen. In einigen Punkten muss die Regelung jedoch strenger und konsequenter gestaltet werden:
- Maßnahmen gegen Missbrauch und zweckentfremdende Nutzung;
- die Ausbildung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes abstimmen;
- Zugänglichkeit für (kleine) Bildungsanbieter;
- Verbesserung des Antragsverfahrens.
Vorgehensweise bei Missbrauch und zweckentfremdeter Nutzung
Dies betrifft zum einen einen intensiven Einsatz der Prüfstelle des Ministeriums für Soziales und Arbeit (SZW), die prüft, ob die Ausbildungsgänge dem STAP-Ziel und den Förderbedingungen entsprechen. Andererseits muss die Qualitätssicherung durch Gütesiegel (NRTO und CEDEO) verbessert werden. Als dritte Maßnahme wird die Anzahl der STAP-Förderungen pro Ausbildungsgang begrenzt.
Relevanz für den Arbeitsmarkt
Die STAP-Regelung zeichnet sich durch eine große Wahlfreiheit hinsichtlich der zu absolvierenden Ausbildung aus. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die gewählte Ausbildung nicht immer der Situation auf dem Arbeitsmarkt entspricht. Die Prüfkammer wird sich damit befassen und dabei den Fokus auf den “grauen” Bereich (das nicht-formale Bildungsangebot) legen.
Kleine Anbieter
Kleine Anbieter haben oft keinen Zugang zur STAP-Regelung, da sie keinem Gütesiegel oder keiner Anerkennung angeschlossen sind – häufig, weil dies zu teuer ist. Vor diesem Hintergrund wird die Anzahl der Gütesiegel erweitert.
Antragsverfahren
Probleme beim Antragsverfahren bestehen darin, dass Interessenten oft lange warten müssen und dass die verfügbaren Mittel aufgrund des großen Andrangs schnell aufgebraucht sind. Derzeit wird an Änderungen im Antragsverfahren gearbeitet, um lange Warteschlangen zu vermeiden.
