
Hast du einen Bonus erhalten? Oder dir Überstunden auszahlen lassen? Oder hast du aus einem anderen Grund in diesem Jahr ein höheres Einkommen aus Arbeit und Wohnung? Dann könnte es interessant sein, 2017 noch nach einem Steuerabzug zu suchen. Das gilt auch, wenn du davon ausgehst, dass dein Einkommen 2018 niedriger sein wird. Schließlich kann es dann interessant sein, Steuerabzüge noch im Jahr 2017 geltend zu machen.
Hypothekenzinsen im Voraus bezahlen
Ein nach wie vor weit verbreiteter Steuerabzug sind die Zinsen für die Eigenheimfinanzierung. Diese werden meist als Hypothekenzinsen bezeichnet. Die meisten Menschen zahlen jedes Jahr die Zinsen, die sich auf das jeweilige Jahr beziehen. Oft hat die Bank jedoch nichts dagegen, wenn Sie Ihre Hypothekenzinsen im Voraus bezahlen.
Solange sich die im Voraus gezahlten Hypothekenzinsen auf einen Zeitraum von höchstens 6 Monaten beziehen, fällt der Steuerabzug in das Jahr, in dem Sie die Vorauszahlung leisten. Im darauffolgenden Jahr umfasst Ihr Steuerabzug nur die Zinsen für die anderen 6 Monate. Es sei denn, Sie zahlen auch dann wieder 6 Monate im Voraus.
Spenden bündeln
Spenden an gemeinnützige Einrichtungen sind steuerlich absetzbar. Allerdings muss die Gesamtsumme deiner Spenden den Schwellenwert überschreiten. Wenn du jedes Jahr (ungefähr) die gleichen Spenden leistest, kannst du in Erwägung ziehen, diese im Januar und Dezember desselben Jahres zu tätigen.
Angenommen, Ihr Einkommen beträgt 45.000 €. Die Schwelle für den Spendenabzug liegt bei 1% des Einkommens. Die ersten 450 € an Spenden können Sie nicht absetzen.
Wenn du im Laufe eines Jahres Spenden in Höhe von 1.000 € leistest, kannst du Folgendes absetzen: 1.000 € - 450 € = 550 €.
Wenn Sie jedes Jahr 1.000 € spenden, können Sie jedes Jahr 550 € steuerlich absetzen. Wenn du die Spenden jedoch im selben Kalenderjahr tätigst (zum Beispiel im Januar und Dezember), beträgt dein Steuerabzug: 2.000 € – 450 € = 1.550 €. Das sind 450 € mehr Steuerabzug, als wenn du die Spenden jedes Jahr tätigst. Im darauffolgenden Jahr leistest du keine Spenden und hast keinen Steuerabzug.
ACHTUNG: Die Spenden sind auch nicht abzugsfähig, sofern sie in einem Jahr 10% Ihres Einkommens übersteigen. Sie müssen also genau berechnen, wie hoch Ihr Steuerabzug sein darf.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die Schwelle und die Obergrenze des Spendenabzugs zu umgehen. Dazu tätigt man die jährlichen Spenden in Form einer regelmäßigen Zuwendung. Allerdings muss man die Spenden dann mindestens 5 Jahre lang leisten. Eine regelmäßige Spende Das lässt sich heutzutage ganz einfach mit einem Formelchen des Finanzamts.
Eine regelmäßige Spende ist auch dann steuerlich absetzbar, wenn der Begünstigte ein Verein mit mindestens 25 Mitgliedern ist. Eine gute Möglichkeit, das Finanzamt dazu zu bringen, sich großzügig an der finanziellen Unterstützung zu beteiligen, die Sie einem Verein zukommen lassen.
Anfang dieses Jahres schrieben wir dass 2017 möglicherweise die letzte Gelegenheit sein würde, regelmäßige Spenden steuerlich geltend zu machen. Soweit derzeit bekannt ist, wird dieser Steuerabzug für 2018 noch nicht abgeschafft.
Wenn du Geschäftsführer bist, kannst du wählen wo du den Steuerabzug für deine Spenden geltend machst.
Rentenversicherungsbeitrag
Ein weiterer möglicher Steuerabzug betrifft Rentenversicherungsbeiträge (oder Einzahlungen auf ein Rentensparkonto). Solche Beiträge/Einzahlungen können Sie absetzen, wenn Sie eine Rentenlücke haben. Oder wenn Sie in den letzten 7 Jahren eine solche hatten. VWGNijhof berechnet gerne für Sie, welchen Jahres- und Reservierungsspielraum Sie noch nutzen können.
Die Auszahlungen aus der Leibrentenversicherung oder dem Rentensparkonto unterliegen natürlich der Einkommensteuer. Bei einer guten Finanzplanung kann sich dies für dich als vorteilhaft erweisen. Vor allem angesichts der zu erwartenden Senkung der Steuersätze.
Koalitionsvertrag
Wenn die Koalitionsvereinbarung umgesetzt wird, verschwindet die steuerliche “Musik” ein wenig aus den Abzugsposten. Es sieht nämlich so aus, als könnten diese ab 2019 nur noch zum Basissteuersatz (dem niedrigeren der beiden Steuersätze, die für die Einkommensteuer gelten werden) geltend gemacht werden.
