NEU: Die Krankenversicherung für KMU zur Absicherung bei Arbeitsausfall

Viele (kleine) Arbeitgeber haben in der Praxis Schwierigkeiten mit den Vorschriften zur Lohnfortzahlungspflicht für erkrankte Arbeitnehmer. Das Ministerium für Soziales und Arbeit (SZW) ermöglicht daher ab dem 1. Januar 2020 (unter anderem) die KMU-Versicherung zur Entlastung bei Arbeitsausfällen.

Schema

Arbeitgeber haben damit ab 2020 eine zusätzliche Wahlmöglichkeit. In einer übersichtlichen Schema Die Regierung skizziert die Vor- und Nachteile der vier Möglichkeiten, wie mit der Krankheit von Arbeitnehmern umgegangen werden kann:

  1. keine Versicherung;
  2. Versicherung zur Lohnfortzahlung, ohne Unterstützung;
  3. Versicherung zur Lohnfortzahlung mit Unterstützung;
  4. Krankenstandsversicherung für KMU.

Die Krankenversicherung für KMU zum Schutz vor Arbeitsausfällen wird vom Arbeitgeber bei einem kommerziellen Versicherer abgeschlossen. Diese Möglichkeit wurde auf der Grundlage einer Vereinbarung geschaffen, die 2018 von der Regierung mit dem Verband der Versicherer und den Arbeitgeberverbänden geschlossen wurde Rahmenvereinbarung.

Sonstige Änderungen

Neben der Einführung der Krankenabwesenheitsversicherung für KMU werden einige Änderungen vorgenommen, um es Arbeitgebern zu erleichtern, alle Vorschriften im Zusammenhang mit erkrankten Mitarbeitern einzuhalten.

So wird deutlicher, anhand welcher Kriterien das UWV den Arbeitgeber im Rahmen der Wiedereingliederung eines erkrankten Arbeitnehmers bewertet (die RIV-Prüfung).

Darüber hinaus kommt dem Arbeitnehmer im Rahmen des sogenannten „zweiten Wegs“ eine größere Rolle zu. Der Arbeitnehmer kehrt nach seiner Krankheit nicht an seinen alten Arbeitsplatz zurück, sondern wechselt zu einem anderen Arbeitgeber. Im Rahmen des zweiten Wegs gibt es zudem mehr Spielraum für Experimente, die die Chancen auf eine Wiedereingliederung bei einem anderen Arbeitgeber erhöhen.

Schließlich ist ab dem 1. Januar 2021 das medizinische Gutachten des Betriebsarztes maßgebend. Der Versicherungsarzt des UWV gibt dann kein eigenes medizinisches Urteil mehr ab.

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