Investmentfonds: Ist das etwas für Sie?

Das Finanzministerium bestätigt, dass die Zahl der Anträge auf Vergabe von Steuernummern für Investmentfonds explosionsartig angestiegen ist.

Flucht aus Box 3

Ein Grund für diesen Anstieg könnte die Verlagerung von Box 3 (Einkünfte aus Sparen und Kapitalanlagen) hin zu Box 2 (Einkünfte aus einer wesentlichen Beteiligung) sein. In Box 3 zahlen Sie Steuern auf eine pauschale Rendite. Wenn Sie das Vermögen aus Box 3 in Box 2 übertragen, wird die Steuer auf die Rendite berechnet, die Sie tatsächlich erzielen. Wenn Ihre tatsächliche Rendite niedriger ist als die pauschale Rendite, bringt Ihnen der Wechsel zu Box 2 unter Umständen einen erheblichen Steuervorteil. VWGNijhof berechnet dies gerne für Sie.

Aber an sich brauchst du dafür nicht unbedingt einen Investmentfonds. Du könntest das Vermögen vielleicht genauso gut in einer GmbH unterbringen. Dann arbeitest du mit einer Rechtsform, die wesentlich bekannter ist. Und du kannst eine GmbH ganz allein führen. Der Nachteil ist allerdings, dass du die Satzung in einer notariellen Urkunde festhalten lassen musst. Außerdem musst du jährlich einige Angaben beim Handelsregister einreichen.

UBO-Register

Es liegt viel näher, dass die große Zahl neuer Fonds auf Rechnung Dritter durch das in Kürze in den Niederlanden einzuführende UBO-Register verursacht wird. UBO steht für „Ultimate Beneficial Owner“. Auf Deutsch: der wirtschaftlich Berechtigte. Auf der Grundlage europäischer Rechtsvorschriften (die Vierte Geldwäscherichtlinie) müssen alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union ein Register einrichten. Darin werden die natürlichen Personen erfasst, die letztlich zu 25% oder mehr an juristischen Personen beteiligt sind.

Ein Investmentfonds ist keine juristische Person. Daher müsste sich der wirtschaftlich Berechtigte eines Investmentfonds nicht über das UBO-Register offenlegen. Ein Investmentfonds muss auch keine Daten beim Handelsregister hinterlegen. Natürlich muss man keineswegs kriminelle Absichten haben, wenn man nicht möchte, dass Informationen über das eigene Vermögen öffentlich zugänglich sind.

Gemeinschaftsfonds

Ein Fonds auf gemeinsamer Rechnung ist nichts anderes als eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Personen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Sie gemeinsam mit Ihren Mitbeteiligten Vermögen anlegen und die Erträge aufteilen. Der Fonds auf gemeinschaftlicher Rechnung ist zivilrechtlich nicht geregelt. Die Vereinbarungen können privat getroffen werden. Größere Fonds auf gemeinschaftlicher Rechnung weisen oft eine etwas komplexere Struktur auf, in der beispielsweise Stiftungen das angelegte Vermögen verwalten und verwahren.

Damit der Fonds der Körperschaftsteuer unterliegt, muss er offen sein. Das bedeutet, dass die Anteile gehandelt werden können, ohne dass alle Anteilseigner ihre Zustimmung dazu erteilen müssen. Die Steuerbehörde legt die Bedingung fest, dass ein einzelner Anteilseigner nicht 90% oder mehr des Fonds besitzen darf. Minderjährige Kinder und in Gütergemeinschaft verheiratete Partner zählen nicht als separater Anteilseigner. Wenn Sie volljährige Kinder als Anteilseigner beteiligen möchten, dürfen Sie ihnen die dafür erforderlichen Mittel nicht leihen.

Genau wie eine GmbH kann ein offener Fonds auf gemeinsame Rechnung im Rahmen der Körperschaftsteuer als steuerlich anerkannte Investmentgesellschaft (FBI) oder als steuerbefreite Investmentgesellschaft (vbi). Für die Einlagensicherungssystem Ein offener Fonds ist keine eigenständige Rechtsperson.

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Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten erfahren, Ihr Vermögen in eine GmbH oder einen offenen Fonds auf gemeinsame Rechnung einzubringen? Wenden Sie sich bitte an einen unserer Berater.

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