
Wie gibst du deinen Dienstwagen in deiner Einkommensteuererklärung 2017 an? Die Antwort ist einfach: Das ist bereits in der Jahresbescheinigung enthalten, die dir dein Arbeitgeber aushändigt. Die Angaben aus Ihrer Jahresbescheinigung übertragen Sie in Ihre Steuererklärung (meistens sind diese Angaben bereits in der „VoorIngevulde Aangifte“ (VIA) enthalten).
Unternehmer und Personen, die Erträge aus sonstigen Tätigkeiten erzielen, müssen das Auto selbst in ihrem Gewinn oder Ergebnis verbuchen.
Firmenwagen
Unter einem Dienstwagen versteht man das Fahrzeug, das Ihnen Ihr Arbeitgeber zur Verfügung gestellt hat, damit Sie es auch für private Zwecke nutzen können. Oder das Fahrzeug, das ein Unternehmer bzw. Gewinnberechtigter dem Unternehmens- bzw. Gewinnvermögen zurechnet.
Das kann ein PKW oder ein Lieferwagen sein. Es reicht aus, dass du die Möglichkeit hast, das Fahrzeug privat zu nutzen. Ob du das tatsächlich tust, spielt keine Rolle.
Nur wenn Sie anhand einer lückenlosen Kilometeraufstellung nachweisen können, dass Sie in einem Kalenderjahr nicht mehr als 500 Privatkilometer mit Ihrem Firmenwagen zurückgelegt haben, entgehen Sie der steuerlichen Zurechnung. Ihre Kilometer im Rahmen des Pendelns zwischen Wohnort und Arbeitsstätte zählen dabei als geschäftliche Kilometer. Wenn Sie in einem Jahr mehrere Dienstwagen fahren, gibt es einen steuerlichen Haken. Wir erklären dies in unserem Artikel über Fahrzeuge, die nacheinander fahren.
Auch ohne lückenlose Kilometerabrechnung gibt es Möglichkeiten, die zusätzliche Besteuerung zu vermeiden. Diese Möglichkeiten haben jedoch jeweils ihre Tücken. Möchten Sie mehr darüber erfahren? Dann Kontakt Sprechen Sie mit unseren Beratern.
Zuschlag
Für die private Nutzung Ihres Dienstwagens muss Ihr Arbeitgeber in der Lohnabrechnung einen Zuschlag zu Ihrem steuerpflichtigen Lohn vornehmen. Auf diesen Zuschlag zahlen Sie Lohnsteuer. Da der Zuschlag in Ihrem Lohn enthalten ist, ist er auch Teil Ihres Einkommens aus Arbeit und Wohnung (Box 1). Die einbehaltene Lohnsteuer wird mit der Einkommensteuer verrechnet.
Der Zuschlag beträgt 22% des (steuerlichen) Listenpreises des Fahrzeugs. Bei einem Fahrzeug ohne CO₂-Ausstoß werden 4% des Listenpreises hinzugerechnet. Ihr Fahrzeug muss dann ausschließlich elektrisch betrieben werden (ein Hybridfahrzeug stößt nämlich CO₂ aus). Die genannten Prozentsätze gelten für Fahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 2016 zugelassen wurden.
Für ältere Fahrzeuge gelten andere Zusatzsteuer-Sätze. Dieser alte Satz gilt für die Dauer von 60 Monaten ab dem Monat, in dem das Fahrzeug erstmals zugelassen wurde. Für die meisten älteren Fahrzeuge bedeutet dies, dass nach Ablauf dieser 60 Monate ein Zusatzsteuerbetrag in Höhe von 25% des Katalogwerts anfällt. Die Einzelheiten dieser Regelung entnehmen Sie bitte unserer ausführlichen Notiz.
Der Pauschalbetrag von 25% für alte Autos im Vergleich zu 22% für neue Autos wird als ungerecht angesehen. Der Vereinigung für gewerbliche Autofahrer (VZR) hat diese Angelegenheit vor das Finanzgericht gebracht, jedoch ohne Erfolg.
Für Youngtimer und Oldtimer gelten unterschiedliche Zusatzsteuerprozentsätze.
Eigenanteil
Viele Arbeitnehmer zahlen an ihren Arbeitgeber einen Beitrag für die private Nutzung ihres Dienstwagens. Dieser Betrag wird vom steuerpflichtigen Zuschlag abgezogen. Der steuerpflichtige Zuschlag wird dadurch niemals negativ.
Selbstverständlich muss Ihr Eigenbeitrag auch von Ihrem Arbeitgeber in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden. So wird Ihr Eigenbeitrag auch in der Jahresbescheinigung ausgewiesen, die Sie von Ihrem Arbeitgeber erhalten.
