{"id":4623,"date":"2026-08-20T04:00:00","date_gmt":"2026-08-20T04:00:00","guid":{"rendered":"im-68255"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"keine-arbeitssteuervergunstigung-mehr-fur-bestimmte-sozialleistungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vwg.nl\/de\/geen-arbeidskorting-meer-over-bepaalde-uitkeringen\/","title":{"rendered":"Keine Arbeitssteuerverg\u00fcnstigung mehr f\u00fcr bestimmte Sozialleistungen"},"content":{"rendered":"<p>Ab dem 1. Januar 2027 \u00e4ndern sich die Vorschriften f\u00fcr die Zusammenrechnung von Lohn und Sozialleistungen bei den Lohnabgaben. Diese \u00c4nderung hat finanzielle Auswirkungen auf Arbeitnehmer, die Sozialleistungen \u00fcber ihren Arbeitgeber beziehen.<\/p>\n<h4>Anpassung der Zusammenfassungsbestimmung<\/h4>\n<p>Die \u00c4nderung bedeutet, dass trotz der Zusammenrechnung des Entgelts aus einem fr\u00fcheren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis (Sozialversicherungsleistungen) und des Entgelts aus dem aktuellen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis die Arbeitssteuerverg\u00fcnstigung nicht mehr auf den Leistungsanteil Anwendung findet. Dies folgt auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs zur Ungleichbehandlung. Es handelt sich um folgende Leistungen in Kombination mit Entgelt aus Erwerbst\u00e4tigkeit oder einer Aufstockung einer Leistung:<\/p>\n<ul>\n<li>WAO-Leistung<\/li>\n<li>WAZ-Leistung<\/li>\n<li>Wajong-Beihilfe<\/li>\n<li>IVA- und WGA-Leistungen (WIA-Leistungen)<\/li>\n<li>Krankengeld, sofern es nicht aus dem aktuellen Arbeitsverh\u00e4ltnis resultiert<\/li>\n<li>Wamil-Leistung (Gesetz \u00fcber die Erwerbsunf\u00e4higkeitsversorgung von Soldaten)<\/li>\n<li>BNO-Zahlung (au\u00dfergew\u00f6hnliche nat\u00fcrliche Umst\u00e4nde)<\/li>\n<li>WTV-Leistung (Arbeitszeitverk\u00fcrzung)<\/li>\n<li>Zulage gem\u00e4\u00df dem Zulagengesetz<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Rechenbeispiel<br \/>\nEin Arbeitnehmer (45 Jahre) steht im Arbeitsverh\u00e4ltnis und erh\u00e4lt monatlich eine WGA-Leistung in H\u00f6he von 2.000 \u20ac \u00fcber den Arbeitgeber (Lohn aus einem fr\u00fcheren Arbeitsverh\u00e4ltnis). Dar\u00fcber hinaus zahlt der Arbeitgeber 750 \u20ac Restlohn und einen Zuschlag von 250 \u20ac zur Leistung, insgesamt 1.000 \u20ac (Lohn aus dem aktuellen Arbeitsverh\u00e4ltnis). Das Gesamtgehalt betr\u00e4gt 3.000 \u20ac. Es wird eine Lohnsteuererm\u00e4\u00dfigung gew\u00e4hrt.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Auswirkungen auf den Einbehalt<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Im Jahr 2026 wendet der Arbeitgeber die \u201ewei\u00dfe\u201c Monatstabelle auf den Gesamtbetrag von 3.000 \u20ac an. Der Abzug betr\u00e4gt 386,83 \u20ac, wobei 458,17 \u20ac als Arbeitsfreibetrag angerechnet wurden. Netto erh\u00e4lt der Arbeitnehmer 2.613,17 \u20ac.<\/em><\/p>\n<p><em>Ab 2027 \u00e4ndert sich die Berechnung. Zun\u00e4chst wird der Abzug vom Gesamtbetrag von 3.000 \u20ac anhand der gr\u00fcnen Monatstabelle ermittelt (845,00 \u20ac). Anschlie\u00dfend wird der auf das Entgelt aus dem aktuellen Arbeitsverh\u00e4ltnis angerechnete Arbeitsfreibetrag (1.000 \u20ac) anhand der wei\u00dfen Monatstabelle ermittelt (83,67 \u20ac). Der endg\u00fcltige Abzug betr\u00e4gt dann 845,00 \u20ac abz\u00fcglich 83,67 \u20ac, was 761,33 \u20ac ergibt. Netto erh\u00e4lt der Arbeitnehmer 2.238,67 \u20ac.<\/em><\/p>\n<h4>Finanzielle Auswirkungen<\/h4>\n<p>F\u00fcr den Arbeitnehmer aus dem Beispiel bedeutet dies eine Nettoverringerung von 374,50 \u20ac pro Monat. Dies entspricht etwa 18% des Leistungsbetrags. Dieser Nachteil kann sich auf maximal 31% des Brutto-Leistungsbetrags belaufen, der im Gesamtlohn enthalten ist. Arbeitgebern wird empfohlen, ihre Arbeitnehmer rechtzeitig \u00fcber diese Anpassung zu informieren, damit sie sich darauf vorbereiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<div style=\"font-size:smaller\" class=\"im_source\">Quelle: Finanzministerium | Beschluss | stcrt-2026-25913 | 18.08.2026<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab dem 1. 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